Steigende Anforderungen

Wer sich für Ihre Nachhaltigkeit interessiert

Klimaschutz ist derzeit sicher das drängendste gesellschaftliche Thema, dem sich kaum ein Unternehmen entziehen kann. Es ist aber nicht das einzige aus der Spannbreite, die die UN mit ihren Development Goals beschreiben.

Diese Anforderungen stehen längst nicht nur auf Papier. Wichtige Zielgruppen erwarten von Unternehmen heute, dass sie sich den gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen stellen, eine klare Haltung zu ihnen einnehmen und Verantwortung zeigen – anstatt nur am Profit orientiert zu sein. Das gilt für Mitarbeiter, Investoren, Medien genauso wie die wichtigste Zielgruppe: die Kunden.

Gleichzeitig weitet die EU mit der Corporate Sustainability Reporting Initiative (CSRD) die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen massiv aus. Dabei ist vielen kleinen und mittleren Firmen unklar, was sie auf diesem Gebiet berichten müssen, oder was sie im eigenen Interesse berichten sollten. Viele wissen nicht, welcher Berichtsstandard der geeignete ist, oder welchem der verschiedenen Klimazielsysteme sie wählen sollten, wenn Kunden danach fragen. Und wie schreibt man eigentlich einen Nachhaltigkeitsbericht?

Wir haben sieben Felder identifiziert, die Unternehmen – je nach ihren Produkten und ihren Märkten – in Betracht ziehen sollten.

CO2-Footprint

Energie-Einsparmaßnahmen

Innovationen

Verhaltensänderungen

Klimaziele (SBTI)

Kompensationsprojekte (international und/oder regional)

Rohstoffe

Emissionen

Plastikverbrauch

Bio-Diversität

Insektenschutz

Biologische Landwirtschaft

Gentechnik

Produktionsbedingungen

Menschenrechte

Arbeitsschutz

Gerechte Entlohnung

Fairer Handel

Betriebsklima

Arbeitszeitmodelle

Diversity

Frauenförderung

Familienfreundlichkeit

Werkswohnungen

Politische Positionierung des Unternehmens

Klimawandel

Rechtsradikalismus

Gesellschaftliches Engagement

Spenden / Sponsoring

Offenlegung der Nachhaltigkeits-Aktivitäten

CSR-Berichterstattung nach einem der gängigen Kodizes

Fortschreiben und Diskussion

Teil einer besseren Welt von morgen

Die UN-Entwicklungs­ziele

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (englisch: sustainable development goals, SDGs) der Vereinten Nationen (UN) fordern weltweit eine nachhaltige Entwicklung in ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Hinsicht. Sie traten am 1. Januar 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren in Kraft und gelten für alle Staaten der Erde.

Mehr erfahren zu den Entwicklungszielen der UN

FAQs

In unseren Fragen und Antworten haben wir einige Aspekte aus den Entwicklungszielen erklärt.

Die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und der freiwillige Standard für kleine und mittlere Unternehmen (VSME) unterscheiden sich erheblich in Umfang und Anforderungen:​ Anzahl der Datenpunkte: 
  • ESRS: Umfasst mehr als 1.000 Datenpunkte. Ebenso liegt der Fokus auf Strategien sowie Maßnahmen und Ziel.
  • VSME: Beinhaltet deutlich weniger Datenpunkte, um den Berichtsaufwand für KMU zu minimieren. Es sind rund 100 Datenpunkte. Der Fokus liegt vermehrt auf den ESG-Kennzahlen.
Doppelte Wesentlichkeitsanalyse: 
  • ESRS: Verlangt eine verpflichtende doppelte Wesentlichkeitsanalyse, die sowohl die Auswirkungen des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft als auch finanzielle Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt. ​
  • VSME: Obwohl nicht verpflichtend, empfiehlt myclimate eine vereinfachte Analyse, um relevante Nachhaltigkeitsthemen gezielt zu identifizieren.​
Berücksichtigung der Wertschöpfungskette: 
  • ESRS: Erfordert eine umfassende Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette, einschließlich vorgelagerter und nachgelagerter Aktivitäten.
  • VSME: Legt weniger Wert auf eine detaillierte Analyse der Wertschöpfungskette, wodurch der Fokus auf unternehmensinterne Prozesse gerichtet wird.
Prüfpflicht Anders als die ESRS sieht der VSME keine externe Prüfung und Bestätigung vor, etwa durch den Wirtschaftsprüfer.

Nein, der VSME unterliegt keiner Prüfungspflicht. Eine externe Prüfung kann als Differenzierungs- und Qualitätsmerkmal sinnvoll sein, bleibt aber freiwillig.