Was sind Kohlenstoffmärkte?

22.02.2021

Seit 2005 gibt es zwei Arten von weltweiten CO2-Märkten: den freiwilligen Markt und den verpflichtenden CO2-Handel unter Aufsicht der UN, der etwa für Energieerzeuger sowie Teile der Industrie gilt. Sie müssen für ihre Emissionen entsprechende Zertifikate kaufen. Der verpflichtende Handel steht seit Jahren in der Kritik, und es wurden einige wichtige Reformen durchgeführt. Der Vorwurf lautete vor allem, dass zu Beginn viel zu viele Zertifikate zugeteilt worden seien, so dass die Preise für die Zertifikate zu niedrig seien, und kaum Anreiz zu Reduktionen bestehe.

Beim freiwilligen Markt können Projektbetreiber, NGOs oder Unternehmen in einem beliebigen Land ein Klimaschutzprojekt durchführen und das dann von einem privaten Gutachter überprüfen lassen. Dieser bestätigt die Menge der eingesparten CO2-Emissionen und damit auch die Menge der Gutschriften pro Jahr, die ausgeschüttet werden können.

Ein Zertifikat entspricht einer Tonne CO₂. Die Gutachter arbeiten für private Zertifizierer, darunter sind rein privatwirtschaftliche Unternehmen aber auch Stiftungen, die von Nichtregierungsorganisationen gegründet wurden, beispielsweise der Gold-Standard. Die Zertifizierer unterscheiden sich erheblich in ihren Anforderungen an die Projekte.

Ein Kritikpunkt an diesem System ist, dass in der Vergangenheit Projekte oftmals nicht zusätzlich waren, die CO2-Einsparung hätte also ohnehin stattgefunden.

Stand: 10.03.2021

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